ePA – FAQ
Die elektronische Medikationsliste (eML) ist eine automatisch geführte Übersicht aller E-Rezept-basierten Verordnungen und der dazugehörigen Abgaben eines Patienten in der Regel für die letzten 12 Monate. Außerdem können von Ärzten oder Apotheken Medikamente in der eML nachgetragen werden. Sie wird in der elektronischen Patientenakte (ePA) gespeichert und ist jederzeit digital verfügbar. Die eML dient als vollständige Dokumentation der Verordnungs- und Abgabedaten, bietet aber keine Übersicht über die aktuelle Medikation und keine aktive Therapiebegleitung. Der eMP wird ebenfalls in der ePA geführt. Er enthält die aktuelle Medikation des Patienten, inklusive strukturierter Dosierungsangaben. Die Pflege des eMP erfolgt gezielt durch Ärzte und Apotheken. Der Patient kann der Nutzung der ePA widersprechen.
Unterscheidung:
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Die eML ist eine automatisch geführte, rückblickende Liste der E-Verordnungen der letzten 12 Monate und keine aktive Therapiebegleitung.
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Der eMP ist ein gezielt gepflegter und strukturierter Medikationsplan.
Der Zugriff auf die eML und den eMP erfolgt in IXOS weiterhin über die gewohnten Stellen (z. B. E-Rezept-Dialog, Verkauf, Rezeptmanagement, Kundenkontaktdetails, Kundeninfo auf einen Blick). Der Wechsel zwischen eML und eMP ist über die Registerkarten in der ePA möglich.
Arzneimittel können aus der eML in den eMP übernommen werden.
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Direkte Übernahme in den eMP:
Arzneimittel können aus der eML sowie aus einem eingelesenen Bundesmedikationsplan (BMP) in den eMP übernommen werden.
Strukturierte Dosierungen und Freitext-Dosierungen können automatisch aus den E-Rezepten und dem BMP in den eMP übernommen werden.
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Übersichtlichere Darstellung im eMP:
Einnahmezeitpunkte und Dosierungen sind klar gegliedert.
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Nutzbar für digitale Anwendungen (z. B. Erinnerungs-Apps):
Die strukturierte Information kann für patientenorientierte Anwendungen weiterverwendet werden.
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Verbesserter Informationsaustausch zwischen Leistungserbringern:
Alle Beteiligten greifen auf dieselben strukturierten Informationen zu.
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Historisierte Medikationen:
Frühere Versionen des Medikationsplans können geöffnet werden.
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Eindeutig interpretierbare Dosierungsangaben für alle Beteiligten:
Die Dosierung ist maschinenlesbar und klar hinterlegt, was Missverständnisse bei der Abgabe vermeidet.
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Weniger Rückfragen in der Apotheke:
Klare Dosierungsangaben reduzieren den Abstimmungsbedarf mit der Arztpraxis.
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Bessere Weiterverarbeitung, z. B. für Blistersysteme (soweit die Dosierung ausreichend strukturiert vorliegt):
Die strukturierte Form erleichtert die technische Verarbeitung im Apothekenprozess.
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Erhöhte Lesbarkeit und Klarheit:
Medikationspläne werden klarer, konsistenter und schneller erfassbar, was die Sicherheit und Nachvollziehbarkeit für alle Beteiligten verbessert.
Die genannten Vorteile gelten, soweit die Dosierung ausreichend strukturiert vorliegt.
Sowohl Apotheken als auch Ärzte können Nachtragungen und Anpassungen vornehmen. In der eML können nur Nachträge, die nicht auf E-Rezepten basieren, gelöscht werden.
Bei einem Verkauf außerhalb von E-Rezepten prüft IXOS, ob ein Nachtrag in der eML sinnvoll ist und zeigt dies mit einem blinkenden ePA-Button an. Bei Klick auf den Button oder bei Nachtragungen aus der eML-Ansicht schlägt IXOS Produkte aus dem aktuellen Verkauf und aus historischen Daten vor. Bei Stammkunden werden diese Vorschläge zusätzlich um historische Verkaufsdaten der vergangenen 90 Tage ergänzt. Vollständig manuelle Nachtragungen sind ebenfalls möglich. Voraussetzung für den Vorschlagsmechanismus ist eine (Lauf-)Kundenzuordnung und Zugriff auf die ePA des Kunden.
Bestehende eMP-Einträge können bearbeitet werden. Manuelle eML-Nachträge können nach dem erstmaligen Speichern nur gelöscht und neu erstellt werden.
Der eMP kann über F9 ausgedruckt werden.
Arzneimittel, die per E-Rezept verordnet wurden, werden in der eML automatisch angezeigt und können von dort in den eMP übernommen werden. Arzneimittel auf Papierrezepten sowie OTC-Präparate müssen durch einen Leistungserbringer manuell erfasst werden. Sie können in der eML nachgetragen und bei Bedarf in den eMP übernommen beziehungsweise dort ergänzt werden.
Alle Leistungserbringer (z. B. Arzt, Krankenhaus oder Apotheke) sind im Behandlungskontext berechtigt, auf den eMP zuzugreifen. Sie können aber vom Patienten selektiv oder generell gesperrt werden.
Wird der Nutzung der ePA widersprochen, stehen weder eine eML noch ein eMP zur Verfügung.
Durch das Nachtragen von Arzneimitteln aus Papierrezepten oder OTC-Verkäufen entsteht eine vollständigere Medikationsdokumentation. Dadurch können Ärzte, Apotheken und andere Leistungserbringer die Medikation besser überblicken und mögliche Wechselwirkungen fundierter beurteilen.
Ja. Sowohl Ärzte als auch Apotheken können Einträge im eMP ergänzen und aktualisieren, sofern ein entsprechender Zugriff auf die ePA des Patienten besteht.
Die Verknüpfung sorgt dafür, dass die chronologische Verordnungs- und Abgabehistorie aus der eML mit der aktuellen Medikation im eMP zusammengeführt werden kann. Dadurch werden Zusammenhänge zwischen Verordnungen und aktueller Therapie besser nachvollziehbar.
Ja. Frühere Versionen des eMP bleiben erhalten und können zur Nachvollziehbarkeit von Änderungen eingesehen werden.
Für das Einsehen, Anlegen oder Bearbeiten von eML- und eMP-Einträgen ist ein aktueller Zugriff auf die ePA erforderlich. Nur so können aktuelle eML- und eMP-Daten eingesehen und bearbeitet werden. Der Zugriff kann beispielsweise über das Stecken der eGK erfolgen.
Nein. Arzneimittel aus Papierrezepten und OTC-Verkäufen werden nicht automatisch erfasst. Sie müssen durch einen Leistungserbringer manuell in die eML eingetragen und bei Bedarf in den eMP übernommen werden.